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"Frühlingserwachen"
Männerchor begrüßt den Frühling

In die Herzen der Zuhörer gesungen Männerchor sang Chorwerke zur schönsten Jahreszeit.

Lang anhaltender Applaus und ein begeistertes Publikum sind das Ergebnis des Frühlingskonzertes vom Männerchor am Samstag, dem 20. Mai im Dieter-Eisele-Saal der Musikschule. Sänger, Solisten und Instrumentalisten boten durch ihre vorbildlich und engagiert vorgetragenen Beiträge einen kurzweiligen und einmaligen Konzertgenuss, der sicherlich nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
25 Sänger eröffneten den Konzertabend mit „Der Mai, der Mai, der lustige Mai, einer Volksweise aus dem Riesengebirge von Matthias Brettschneider.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Gerhard Kotitschke erklangen in einem ersten Block bekannte Silcherlieder, wie „In einem kühlen Grunde“, „Ännchen von Tharau“ und der Klassiker „Am Brunnen vor dem Tore“.
Aus dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ für Singstimme und Klavier, der 1823 von Franz Schubert komponiert wurde, sang der Chor, begleitet von Eric Mayr am Flügel eine ungewohnte Version von „Das wandern ist des Müllers Lust “.
Mit „Süß Liebe liebt den Mai“, einer Volksweise von Friedrich Silcher eröffnete der Chor mit Klängen der Romantik den zweiten Teil. „An den Frühling“ von Franz Schubert, sowie „Das verlorene Liebchen“ von Anto Dvorak schlossen sich an.
Bei einigen Liedern wurde klar, dass der Frühling nicht nur einen heiteren Neubeginn darstellt, sondern durchaus auch melancholische Stimmung aufkommen lassen kann.

Im Hauptteil widmete sich der Chor vornehmlich bekannten Opernmelodien. Den Anfang machte der Chor mit dem Sonnenhymnus „Dir Seele des Weltalls“ aus der Freimaurerkantate von W. A. Mozart. Jochen Rheinschild konnte bei der Tenor-Arie mit ihrer musikalischen Unbeschwertheit als Solist brillieren und die Zuhörer begeistern. Er wurde von Eric Mayr am Flügel begleitet.
Insbesondere beim Pilgerchor aus dem Tannhäuser von Richard Wagner machte der Chor seinen großen Reichtum an klanglichen Mitteln hörbar. Beeindruckend war seine Wandlungsfähigkeit. Gefühlvolle Interpretationen wechselten mit Temperament und feurigem Einsatz.
Festlich klang der Geisterchor („In der Tiefe wohnt das Licht“) aus“Rosamunde“ von Franz Schubert.
Viele Lieder wurden durch die hohe Kunst des Pianisten Eric Mayr an diesem Abend sehr viel schöner, gehaltvoller und wertvoller.

Große Beachtung fanden seine Solobeiträge zwischen den einzelnen Blöcken.
Besondere gefielen die Klaviersonate in Es- Dur von W. A. Mozart und das
Scherzo in B-Dur von Franz Schubert.

Mit dem Waldchor aus „Der Rose Pilgerfahrt“ von Robert Schumann und der Waldandacht von Franz Abt schloss der Chor die Reihe der „Opernchöre“ ab. Bei „Die Post im Walde“ von Heinrich Schäffer spielte Hans-Peter Stieff vom hiesigen Posaunenchor das Trompetensolo.
Begeisterung löste der Chor mit „Hej, was soll´s“ aus, bei dem Steffen Rheinschild mit seinem Baritonstimme sich zum absoluten Publikumsliebling entwickelte.
Rudolf Körper beschloss den Abend und bedankte sich bei allen Akteuren mit kleinen Aufmerksamkeiten ganz herzlich.
Zum Abschluss eines Musikerlebnisses, das für Steinheim außergewöhnlich war, sang der Chor„Zigeuner spiel uns auf“, eine russische Volksweise, die aus dem Liederzyklus „Balalaikaklänge“ von Otto Groll stammt. Wiederum glänzte Steffen Rheinschild mit seinem Bariton- Solo.
Lang anhaltender Schlussapplaus verstand der Chorleiter als Aufforderung, als Zugabe „Ein Jäger aus Kurpfalz“, einen Doppelchor mit vier Stimmen singen zu lassen.
Es war ein Konzert der Kontraste und Gegensätze.

Chorleiter Harald Geisler führte moderierend durch das Programm und erläuterte bei manchen Stücken Entstehung und Inhalt.