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Stimmungsvolle „Waldlermesse“ in der Heilig Geist Kirche
Männerchor sang Lieder zum Advent

Besinnliche Stimmung gab es am Abend vor dem 2. Advent in der völlig überfüllten Heilig Geist Kirche. Ca. 420 Besucher mussten in der Kirche untergebracht werden, obwohl das Kirchengestühl nur Platz für 280 Besucher bietet.
Die hohe Besucherzahl ist ein Beleg dafür, dass die Adventskonzerte des Männerchors noch nichts an Attraktivität eingebüßt hat.
Traditionell eröffneten die Blechbläser mit einem Solostück den Abend. Mit dem Titel „Hoch tut euch auf“, der auch dem Konzert ein passendes Motto gab, kündigte der Chor, unterstützt von den Bläsern kraftvoll die Ankunft des Herrn an.
Pater Georg begrüßte als Hausherr die Gäste und wünschte ihnen einen besinnlichen Abend.
Unterstützt wurde der Chor von einer Blechbläsergruppe des Posaunenchors, den Solberger Stubenmusikanten und Frau Cornelia Nganga-Fetzer an der Orgel. Rudolf Barthle lockerte als Sprecher mit adventlichen Kurzgeschichten das Programm auf. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Chorleiter Harald Geisler.
Das Konzert bestach durch seine sensibel ausgewählten Werke und die engagierte Interpretation aller Mitwirkenden.
Der Männerchor stellte die „Waldlermesse“ von F. Neumaier in den Mittelpunkt des Konzertes und ließ sie zu einem bewegenden Erlebnis werden.
In ihr lässt Eugen Hubrich, von dem die Texte stammen, seine Landsleute schlicht und einfach mit ihrem Herrgott reden. Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung Gottes und seiner Wunder zogen sich wie ein roter Faden durch die ganze Messe. Singen und beten wurden harmonisch und andachtsvoll miteinander verbunden.

Besonders im „Kyrie“, dem „Gloria“, oder dem „Sanctus“ werden die Lebensfreude und Verehrung des Herrgotts deutlich. Zum „Credo“ sang der Chor stimmgewaltig: „Fest als wia a oachner Baum, so steht mei Glaubm“!

Brillante Sologesänge von den Chormitgliedern Jochen und Steffen Rheinschild waren bei „Panis Angelicus“ von Cesar Frank, im „Ave Maria der Berge“, dem „Ave Glöcklein“ und beim rhythmischen Lied „Der kleine Trommler“ von Hans-Peter Lais geboten.
Authentisch interpretierte der Chor eine alt bekannte Version der „Herbergssuche“ von Roland Knauß, die den Dialog eines resoluten, grimmigen Wirts mit dem sanftmütigen heiligen Paar wiedergibt, das auf Herbergssuche in Bethlehem unterwegs ist.

Richtiggehend sentimental wurde es, als die Sänger, gefühlvoll begleitet von der Stubenmusik mit Liedern und Weisen aus der Alpenregion eine ganz besondere Stimmung der Bergwelt erzeugten. Sie verstanden es, ein Gefühl der Sehnsucht nach Frieden und Wärme zu vermitteln. Jugenderinnerungen wurden beim „A Weihnacht wies früher war“ bei vielen geweckt. Darin werden Weihnachten beschrieben, wie viele sie selbst noch erleben durften. Etlichen ging das Stück so zu Herzen, dass vor Gerührtheit so manche Träne kullerte.
Die Solberger Stubenmusik lockerte das Programm mit eigenen Soloauftritten auf. Sie spielte die „Overtüre Nr. 1 von Stephan Schwenk, ein Menuett und den „Schei – Wei – Boarischen“ von Tobi Reiser.

Mit dem Tiroler „Andachtsjodler“, wechselnd begleitet von den Bläsern, bzw. der Solberger Stubenmusik fand ein stimmiges Adventskonzert sein Ende. Der stehende Applaus war ein einziges Crescendo, das bewies, dass der Männerchor die Herzen seiner Zuhörer erreichen konnte.
Als Zugabe sang der Chor das verspielte Weihnachtslied „Weihnachtsglocken“ von Franz Mäding. Dabei wurde es zum Abschluss noch richtig weihnachtlich, als am Ende eine abgewandelte Form von „Stille Nacht“ erklang.

Das Programm ließ bei vielen den Alltag und den Stress der Festtagsvorbereitungen vergessen und vermittelte den Zuhörern Ruhe und Entspannung.